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Akupunktur

verfasst von Alexandra Burger

Was ist Akupunktur - und wie wirkt sie?

Akupunktur ist eine der ältesten Heilmethoden der Welt.
Durch Reizung von Punkten der Haut können Störungen im Körperinneren vermindert und sogar vollständig beseitigt werden. Diese Hautpunkte werden durch anatomische Systeme der chinesischen Medizin genau festgelegt.
Die Reizung der Hautpunkte kann durch sehr dünne, speziell für die Akupunktur angefertigte Nadeln, oder auch mit einem Akupunktur-Lasergerät erfolgen.

Durch den stimulierenden Reiz der Nadeln bzw. des Lasers wird im Gehirn eine verstärkte Freisetzung von "Botenstoffen" hervorgerufen, welche schmerzlindernd und stimmungsaufhellend wirken, und deshalb auch manchmal als "Glückshormone" bezeichnet werden.
Diese Effekte wurden durch moderne Untersuchungsverfahren (funktionelle Kernspintomographie) nachgewiesen.


Welche Erkrankungen können mit Akupunktur behandelt werden?

Die Anwendungsbereiche der Akupunktur sind sehr vielseitig. Sie umfassen nahezu alle Fachbereiche der Medizin.
Es ist an dieser Stelle nicht möglich, sämtliche Indikationsbereiche der Akupunktur aufzuzählen. Hier werden typische Anwendungsbeispiele aufgeführt.
Allerdings gibt es noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten:
- Akute und chronische Schmerzzustände:
Kopf-, Rücken-, Tumorschmerzen, weitere Schmerzzustände.
- Erkrankungen des Bewegungssystems:
Schmerzen der Wirbelsäule, der Gelenke, Arthrose, Tennisarm.
- Neurologische Erkrankungen:
Neuralgien, nach Schlaganfall, weitere.
- Erkrankungen der Atemwege:
Asthma, Heuschnupfen, Bronchitis, weitere.
- Vegetative Störungen:
Schlaflosigkeit, Erschöpfungssyndrom, funktionelle Herzbeschwerden.
- Suchtkrankheiten:
Nikotin-, Alkohol-, Medikamentenabhängigkeit, weitere.
- Erkrankungen des Verdauungstraktes:
funktionelle Magen- und Darmstörungen, Reizdarm, Verstopfung, weitere.
- Gynäkologische Erkrankungen:
Menstruationsschmerzen, Wechseljahresbeschwerden, Übelkeit bei Schwangerschaft, weitere.
- Hals-, Nasen-, Ohren- und Augenerkrankungen:
Nasennebenhöhlenentzündungen, Hörsturz, Schwindel, Trockenes Auge-Syndrom, weitere.
- Hautkrankheiten:
Neurodermitis, Ekzeme, Akne.
- Allergien:
Heuschnupfen, Sonnen-, Nahrungsmittelallergien.
- Sonstige Indikationen:
Förderung der Wundheilung nach Verletzungen und Operationen, Begleittherapie bei Tumorerkrankungen: Schmerzreduktion, Linderung von Übelkeit.
Kosmetische Akupunktur - siehe Artikel: Kosmetische Akupunktur


Grenzen der Behandlungsmöglichkeiten mit Akupunktur

Akupunktur wirkt heilend bei gestörten Organfunktionen.
Bei fortgeschrittenen Organschäden kann die Akupunktur Beschwerden lindern und Schmerzen reduzieren. Organschäden können durch Akupunktur nicht beseitigt werden. Im Einzelfall ist eine eingehende ärztliche Untersuchung und Beratung unerlässlich.


Weitere Behandlungsmethoden, welche häufig im Zusammenhang mit einer Akupunkturbehandlung angewendet werden:

- Moxibustion:
Eine spezielle Wärmebehandlung, mit der über Akupunkturnadeln Wärme in etwas tiefergelegene Hautschichten eingebracht wird. Hierdurch wird eine gezielte Energiezufuhr in den Körper erreicht und damit eine Förderung innerer Heilungsvorgänge.
- Schröpf-Therapie
Glasgefäße werden mit Unterdruck auf die Haut aufgesetzt. Der Unterdruck bewirkt eine Ableitung von Blut und Lymphflüssigkeit an der behandelten Hautstelle. Hierdurch wird eine Minderung von Muskelverspannungen und Schwellungen erreicht.
- Laserakupunktur
Mit einem speziell hierfür konstruiertem Gerät (Laser) werden stark gebündelte Lichtstrahlen in Hautpunkte eingebracht. Dies führt zu vergleichbaren Reizwirkungen wie bei der Nadel-Akupunktur. Hierdurch kommt es zu einer Steigerung der Durchblutung und des Stoffwechsels. Die Laserakupunktur ist völlig schmerzfrei.
- Elektroakupunktur
Elektrische Reizung von Punkten der Hautoberfläche. Die Zufuhr von geringen Strömen führt dann zu Reizwirkungen wie auch bei der klassischen und bei der Laser-Akupunktur.
- Ernährungstherapie
Sie ist eine begleitende, die Akupunktur unterstützende Therapie. Sie basiert auf der chinesischen Ernährungslehre, welche erkannt hat, dass die Zusammensetzung der Lebensmittel, sowie die Zubereitungsart großen Einfluss auf die Körperfunktionen hat. Durch eine geeignete Umstellung der Ernährung lassen sich Beschwerden mindern und Heilungsvorgänge fördern.
- Qi Gong und Tai Chi
Heilgymnastische Bewegungsübungen und Entspannungstechniken der traditionellen chinesischen Medizin. Hierdurch können Konzentration, Bewegung und Atmung geschult werden: Innere Blockaden werden gelöst und Selbstheilungskräfte gefördert.


Wie lange dauert eine Akupunktur-Behandlung?
Wie lange hält der Effekt einer solchen Behandlung an?


Eine Akupunktur-Sitzung dauert meistens 20 - 30 Minuten.
Erfahrungsgemäß sind 5 - 10 Sitzungen erforderlich, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. Es werden üblicherweise 1 - 2 Behandlungen pro Woche durchgeführt. Je nach Schwere der Erkrankung können auch kürzere oder längere Behandlungsdauern notwendig werden.
Die heilende Wirkung der Akupunktur kann lebenslang anhalten. Es kommt hier auf die Schwere der Erkrankung an, ebenso auf die Mitarbeit des Patienten (z.B. die Umsetzung von zusätzlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit).
Bei erneutem Auftreten von Beschwerden kann eine weitere Akupunkturbehandlung notwendig werden.

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